Mairübchen sind eine alte Gemüsesorte, leider in letzter Zeit etwas in Vergessenheit geraten. Die Benennung Mairübchen bezieht sich nicht nur auf den Monat Mai, sondern diese zarte Rübchen gibt es, zumindest auf den Wochenmärkten, außer an sehr heißen Sommertagen, das ganze Jahr über. Besonders zart schmecken sie allerdings in den Monaten Mai bis Juni. Das Aussehen ähnelt, an ein übergroß geratenes weißes Radieschen. Der Geschmack ist eine Mischung zwischen Kohlrabi und Rettich, nur etwas zarter und knackiger. Außer der Knolle, kann man bei dieser Gemüsesorte auch die Blätter, entweder klein geschnitten als Salatgewürz, oder wie bei Mangold oder Spinat als Blattgemüse verwenden. Auch roh schmeckt das Mairübchen als Snack oder fein geraffelt als Salat sehr lecker. Verwandt ist die Mairübe mit den Teltower Rübchen, welches als Unterschied einen kleinen lilafarbenen Rand hat.

 

Eine pikant schmeckende Gemüsemischung ist, wenn man in Stifte geschnittene, rohe Mairübchen zusammen mit Möhrenstiften, Frühlingszwiebeln, frischen Ingwer in einer beschichteten Pfanne oder der Wokpfanne in Öl ein paar Minuten, bei nicht zu hoher Temperatur, durchgaren lässt. Mit heller Sojasoße, Zucker, etwas Zitronensaft würzen und zusammen mit Basmatireis als Vegetarisches Gericht genießen. Zu diesem asiatischen Gericht kann man aber auch in kleine Würfel geschnittenes Hähnchenfleisch oder ein zerkleinertes Schweineschnitzel mitgaren.